EZB wählt 36 Unternehmen für Digitaler-Euro-Pilotprojekt ab Ende 2027

Das Wichtigste
Die Europäische Zentralbank hat 36 Zahlungsdienstleister ausgewählt, um einen digitalen Euro in einem einjährigen Pilotprojekt ab Ende 2027 zu testen. Das Projekt wird große Namen wie die Deutsche Bank und Revolut einbeziehen und Online-, Offline-, Einzelhandels- und E-Commerce-Zahlungen mit Mitarbeitern der Zentralbank als erste Nutzer umfassen.
Die wichtigsten Punkte
- Die EZB wählte 36 Zahlungsdienstleister aus der gesamten Eurozone von über 50 Bewerbern aus, um am Beta-Test des digitalen Euro teilzunehmen.
- Das Pilotprojekt wird 12 Monate lang ab der zweiten Hälfte 2027 laufen und wird Transaktionen über mehrere Kanäle testen: Online, Offline, im stationären Handel und E-Commerce.
- Große Finanzunternehmen wie die Deutsche Bank und das Fintech-Unternehmen Revolut wurden ausgewählt, zusammen mit Zahlungsabwickler Nexi, was eine Mischung aus traditionellen Banken und modernen Zahlungsplattformen darstellt.
- EZB- und Zentralbankpersonal werden als erste Nutzer während der Pilotphase fungieren, um die technische Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit des digitalen Euro zu validieren.
- Dies ist ein großer Schritt in Richtung einer möglichen Ausgabe einer Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) für die Eurozone.
Die Europäische Zentralbank bringt ihr langjähriges Projekt eines digitalen Euro voran, indem sie 36 Zahlungsdienstleister zur Erprobung einer Beta-Version im nächsten Jahr verpflichtet. Das Pilotprojekt wird in der zweiten Hälfte 2027 starten und entstand aus Bewerbungen von mehr als 50 Unternehmen, was starkes Interesse an einer Teilnahme zeigt. Die endgültige Liste umfasst traditionelle Banken wie die Deutsche Bank neben neueren Fintech-Firmen wie Revolut und dem Zahlungsabwickler Nexi und erstreckt sich über die vielfältige Zahlungslandschaft der Eurozone.\n\nDas Pilotprojekt wird den digitalen Euro unter einer Reihe von realen Zahlungssituationen auf Belastbarkeit testen. Das EZB- und Zentralbankpersonal wird die ersten Transaktionen online, in physischen Geschäften und über E-Commerce-Kanäle durchführen, um die technische Leistung, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit des Systems zu validieren. Diese praktische Testphase ist entscheidend, bevor ein breiterer öffentlicher Rollout erfolgt, da sie operationelle Herausforderungen aufdecken und die Infrastruktur verfeinern wird.\n\nEin digitaler Euro stellt eine erhebliche Verschiebung dar, wie Europäer direkt mit Zentralbankgeld transagieren könnten, womit traditionelle Geschäftsbanken bei bestimmten Zahlungen umgangen werden. Für die EZB bietet er ein politisches Instrument, um sicherzustellen, dass die Eurozone eine moderne, öffentliche Zahlungsoption hat, während der digitale Handel beschleunigt wird und private Kryptowährungen an Bedeutung gewinnen. Das 12-monatige Pilotprojekt wird wesentliche Daten zur technischen Machbarkeit, zur Nutzernachfrage und zu möglichen Risiken für die Finanzstabilität generieren, bevor die EZB entscheidet, ob sie mit einer breiter angelegten Bereitstellung fortfahren soll.
Der digitale Euro könnte verändern, wie Europäer bezahlen und wie Zentralbanken Geld verteilen. Er könnte eine öffentliche Alternative zu privaten Zahlungssystemen und Kryptowährungen bieten und gleichzeitig die Kontrolle der EZB über Transaktionen erhöhen.
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