EU bereitet MiCA 2.0 vor, um Stablecoin-Regeln über Grenzen hinaus auszuweiten

Das Wichtigste
Beamte der Europäischen Union planen Aktualisierungen ihres Kryptowährungsregelwerks (MiCA), um Stablecoins zu regulieren, die außerhalb der EU ausgegeben werden, und um neue blockchain-basierte Finanzdienstleistungen wie tokenisierte Einlagen abzudecken. Die Europäische Kommission sucht aktiv nach Rückmeldungen von Stakeholdern, mit Ablauf der Frist am 30. September.
Die wichtigsten Punkte
- EU-Beamte planen eine Überarbeitung von MiCA, dem Rahmen zur Regulierung von Kryptoassets, um die Regeln auf Stablecoin-Emittenten außerhalb der Europäischen Union auszudehnen, teilweise ausgelöst durch neue US-Stablecoin-Gesetzgebung.
- Die Ausweitung wird sich mit der Tokenisierung von Zahlungen und Einlagen befassen, neue Finanzprodukte auf Blockchain-Technologie, die nicht ordentlich in die bestehenden MiCA-Regeln passen.
- Die Europäische Kommission sucht aktiv nach Rückmeldungen von Stakeholdern, Finanzfirmen und anderen interessierten Parteien, bevor Änderungen finalisiert werden, mit einem Konsultationsstichtag vom 30. September.
- Dies spiegelt einen Wechsel von MiCAs ursprünglichem Fokus auf den Schutz von EU-basierten Kryptomärkten zu einem globaleren Ansatz wider, der grenzüberschreitende Stablecoin-Bewegungen und neue Finanzinnovationen berücksichtigt.
- Der Schritt signalisiert, dass EU-Regulatoren wettbewerbsfähig bleiben und mit internationalen Kryptostandardisierungen koordiniert werden möchten, besonders da die USA ihre eigenen Stablecoin-Rahmenbedingungen entwickelt.
Die Europäische Union bereitet eine Überarbeitung ihres charakteristischen Kryptowährungsregelwerks MiCA vor, um Lücken zu beheben, die seit Inkrafttreten des Rahmens entstanden sind. Die Europäische Kommission prüft, ob sie MiCAs Regelwerk auf Stablecoin-Emittenten erweitern soll, die außerhalb der EU tätig sind - ein Schritt, der teilweise durch neue Stablecoin-Gesetzgebung in den Vereinigten Staaten ausgelöst wurde. Regulatoren möchten sicherstellen, dass im Ausland ausgegebene Stablecoins, die auf EU-Märkten verwendet werden, nicht die Schutzregeln umgehen, die für Händler und Verbraucher von Digitalwerten konzipiert sind.\n\nÜber Stablecoins hinaus wird der überarbeitete Rahmen die schnelle Entwicklung der Tokenisierung angehen: die Praxis, traditionelle Finanzwerte wie Einlagen und Zahlungen in blockchain-basierte digitale Token umzuwandeln. Diese Innovationen fallen in Graubereiche unter den aktuellen MiCA-Regeln, was sowohl Unternehmen als auch Regulatoren unsicher macht, welche Regeln gelten. Die Europäische Kommission hat bereits damit begonnen, Stakeholder zu konsultieren und gibt ihnen bis Ende September Zeit, Rückmeldungen zu diesen geplanten Ausweiterungen einzureichen.\n\nDiese Aktualisierung spiegelt einen breiteren Wechsel wider, wie die EU die Kryptoregulierung betrachtet. Anstatt rein ihre eigenen Märkte zu schützen, versucht die Kommission, mit globalen Entwicklungen, besonders US-Bemühungen zur Festlegung von Stablecoin-Standards, zu koordinieren, während sie flexibel genug bleibt, um neue blockchain-basierte Finanzprodukte anzugehen, wenn sie entstehen.
Stablecoins und tokenisierte Finanzen wachsen schnell und können Geld sofort über Grenzen hinweg bewegen, daher wirkt sich die Regulierung durch die EU sowohl auf Kryptounternehmen, die dort tätig sind, als auch auf das globale Zahlungssystem aus.
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