US-Regulatoren verfehlen Frist zur Finalisierung von Stablecoin-Regeln unter GENIUS Act

Das Wichtigste
Der GENIUS Act, der vor einem Jahr in Kraft trat, um Stablecoins zu regulieren, verlangte von Bundesbehörden, bis jetzt endgültige Durchführungsbestimmungen zu erlassen. Stattdessen veröffentlichten die Regulatoren 10 vorgeschlagene Regeln und verfehlten die Frist, wobei weniger als zwei Jahre bis zum Inkrafttreten des Gesetzes am 18. Januar 2027 verbleiben.
Die wichtigsten Punkte
- Der GENIUS Act wurde vor einem Jahr Gesetz mit einem Auftrag an Regulatoren, endgültige Durchführungsbestimmungen nach einem bestimmten Zeitplan zu erlassen.
- US-Behörden gaben 10 vorgeschlagene Regeln anstelle von endgültigen Vorschriften ab und verfehlten damit offiziell die gesetzlich vorgegebene einjährige Frist.
- Das Inkrafttreten des Gesetzes am 18. Januar 2027 bleibt trotz der verpassten Frist unverändert, was die für Regulatoren und Stablecoin-Emittenten verfügbare Zeit zur Vorbereitung auf die Umsetzung verkürzt.
- Stablecoin-Emittenten sind nun unsicher über die genauen regulatorischen Anforderungen, die sie einhalten müssen, wenn die Regeln in Kraft treten.
Der GENIUS Act, eine Gesetzgebung zur Schaffung einer klareren regulatorischen Aufsicht über Stablecoins, feierte diese Woche seinen ersten Jahrestag. Allerdings wird dieser Meilenstein durch einen regulatorischen Rückschlag überlagert: US-Behörden verfehlten ihre vorgegebene Frist zur Finalisierung der Durchführungsbestimmungen für das Gesetz.
Statt fertiger Vorschriften veröffentlichten föderale Regulatoren 10 vorgeschlagene Regelpakete. Dies ist weniger als das, was das Gesetz erforderte, und lässt Stablecoin-Emittenten und die Behörden selbst gegen die Uhr antreten. Das Stichtag des Gesetzes vom 18. Januar 2027 wurde nicht verschoben, was bedeutet, dass nun weniger als zwei Jahre zur Verfügung stehen, um den vollständigen Regelungsvorgang abzuschliessen und die Compliance-Umsetzung zu vollziehen.
Die Verzögerung schafft praktische Probleme für eine Branche, die bereits mit zersplitterten staatlichen Regeln navigiert. Stablecoin-Plattformen und ihre Rechtsteams sind unsicher über die genauen Anforderungen, denen sie gegenüberstehen. Regulatoren müssen derweil den Prozess der Überprüfung öffentlicher Kommentare zu den vorgeschlagenen Regeln beschleunigen und endgültige Versionen ausstellen, alles während sie eine unverrückbare Frist einhalten.
Die Stablecoin-Branche benötigt bald Klarheit über die endgültigen regulatorischen Anforderungen, und der straffe Zeitplan erhöht das Risiko von Umsetzungsverzögerungen oder Compliance-Verwirrung, wenn das Gesetz in Kraft tritt.
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